Unser Landhaus in St. Niklausen
Planung und Hauscharakter, Umgebung, Bewohnen
- Um- und Ausbau 2015: Obergeschoss. Bild unten: Unser Landhaus nach dem Umbau 2015.
Das Obergeschoss hatte von Anfang an im Innern schrägen Wände, niedrige Türen und war gegen das Dach auch nur mässig isoliert.
Da sich abzeichnete, dass Sohn Gerd nach Luzern ziehen würde, planten wir einen Um- und Ausbau mit folgenden Zielen:
Beseitigen aller Wandschrägen ausser einem Rest in der Galerie und im Spitzboden, bessere Belichtung und Aussicht Richtung See, Balkon im Südwesten, neue Küche, neues Bad, neues Tages-WC, Vergrösserung Schlafraum. Sanierung des Daches mit Flachdächern und Solaranlage.
Gerd ist seit 2016 Miteigentümer und bewohnt den 1. Stock. Meine Wohnung ist im Parterre. Es gibt Besuchsräume.
- Architekten und Bauherrschaft; Bild oben: Unser Haus vor 2015
"Schuster bleib bei deinen Leisten". Obwohl ich handwerklich begabt bin, liess ich doch die Finger von Architektur und Planen und auch von bestimmten Handwerkerarbeiten. Beim Bau 1981/82 gestaltete sich die Zusammenarbeit mit Bruder Artur als Architekt und Bauleiter sehr erspriesslich. Doris und ich nahmen die Bauherrenpflichten wahr und beteiligten uns intensiv auch an Organisation und Ausführung.
Der Umbau 2015 hatte eine längere Vorlaufzeit wegen des dafür nötigen Gestaltungsplans. Die Ausführung erfolgte mit Architekt Vetter jun.
- Die Planungsergebnisse
Nachdem fest stand, dass meine Schwiegereltern 1983 in unser Haus einziehen, ergab sich folgender Hauscharakter:
Landhaus mit Teilausbau des Dachgeschosses. Dieses enthielt die Wohnung der Schwiegereltern (später vermietet) und ein weiteres flexibel nutzbares separat betretbares Zimmer mit kleinem Bad sowie zwei Estriche. Das Erdgeschoss besteht bei einem eigenwilligen Grundriss aus unserer Familienwohnung mit zwei grossen Zimmern, dem Elternschlafzimmer, einem eher kleinen Wohnzimmer, einer als Erker ausgebildeten Stube sowie einer Wohnküche mit angeschlossenem Wirtschaftsraum.
Der Zugang zu beiden Wohnungen erfolgt durch die Diele.
Das Untergeschoss ist flexibel nutzbar für Besuche und Heimwerken. In der Zeit maximalen Raumbedarfs (Gymnasialzeit der Kinder) war dort auch das Arbeitszimmer.
Im Zugangsbereich befindet sich ein grosser asphaltierter Hof, der sich sehr bewährte. Dieser Hof wird begrenzt durch die Doppelgarage mit Gartengeräteraum.
Die Wohnung im Obergeschoss hatte durch die Baubeschränkung 1981 abgeschleppte Kniestockdächer und zu wenig nutzbare Raumhöhe. Der Entscheid von Gerd, hier Wohnsitz zu nehmen, förderte unser Umbaupläne 2015. Wir waren bestrebt, die Verbesserung innen nicht mit einer Verschandelung aussen zu erkaufen. Siehe auch Heim-Baugeschichte
- Umgebung
Im Norden verläuft die Grundgrenze in der MItte eines Bächleins, dessen Ufer mit Bäumen und heimischen Sträuchern bestockt sind. In der Nordostecke tummeln sich im Frühling Kröten und Enten, etwas erhöht haben wir einen Gemüse- und Beerengarten angelegt. Im Osten gibt's eine grosse Wiese. Im Süden und Südosten gehen wir ebenerdig vom Wohnbereich auf die Terrasse und wiederum von dieser ohne Stufe auf den Rasen. Oben residiert Sohn Gerd mit 2 Balkonen. Wer zu uns kommt, wird schnell bemerken, dass wir Zäune nicht lieben, jedoch Einfriedungen durch Büsche und Sträucher. Irgendwo blüht es deshalb bei uns immer. 2017 wurde unser zugekaufter Bachgarten im Südosten erneuert und neu bepflanzt.